Monika Kurath

Porträt 

Monika Kurath arbeitet seit 2010 als wissenschaftliche Projektleiterin am ETH Wohnforum - ETH CASE. Sie studierte an der ETH Zürich, promovierte am Collegium Helveticum und an der Universität St.Gallen. Forschungsaufenthalte führten sie an die UC Berkeley, an die Harvard Kennedy School und an das Institut für Wissenschafts- und Technikforschung an der Universität Wien.

Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Wissenschafts- und Technikforschung, Architektur- und Raumsoziologie, qualitative Forschung und wissenssoziologische Diskursanalyse mit Fokus auf ästhetischem Wissen, sozialen, politischen und kulturellen Implikationen von Wissenschaft, Technologien und Stadtplanung.

Publikationen

Schwerpunkte 
- Gesellschaftlicher Umgang mit Nichtwissen und Spitzentechnologien
- Ästhetisches Wissen und Architektur als Forschungsdiziplin
- Soziale, politische und kulturelle Dimensionen der Stadtplanung
 

Projekte 

Ästhetische Praktiken nach Bologna: Architektur, Design und Kunst als epistemische Kulturen im Wandel 

Das Projekt untersucht die der Bologna Reform zugeschriebenen Konsequenzen einer zunehmenden Forschungsorientierung in den Fächern Architektur, Design und bildender Kunst an Schweizer Hochschulen. Diese Forschungsorientierung betrifft insbesondere facheigene inhärente Kernkompetenzen, sogenannte ästhetische Praktiken, wie sie z. B. im architektonischen Entwerfen, im Gestalten im Design und im künstlerischen Arbeiten anzutreffen sind.

Ziel ist es aufzuzeigen, ob und wie diese Forschungsorientierung gestalterische Kernkompetenzen verändert und deren Transformation von professionellen Fertigkeiten zu forschenden Praktiken neue disziplinspezifische Ansätze der Wissensproduktion hervorbringt. 

Hauptantragssteller: Dietmar Eberle 

Kooperationspartnerinnen: Priska Gisler, Hochschule der Künste Bern, Elke Bippus Zürcher Hochschule der Künste

Projektleitung: Monika Kurath

Doktorandinnen: Anna Flach (ETH), Monica Gaspar (ZHdK)

Projektdauer: 2013–2016

Finanzierung: Schweizerischer Nationalfonds 

 

Akademisierte Architektur: Entwurf als Forschungspraxis - ein internationaler Vergleich von Architektur- und Entwurfsforschung
 
Das Projekt vergleicht die Architekturausbildung an acht führenden westlichen Architekturschulen. Dabei untersucht sie insbesondere, welche Rolle die Entwurfsforschung an den einzelnen Schulen einnimmt und wie sie in die Vermittlung der Entwurfspraxis einfliesst.
 
Hauptantragssteller: Dietmar Eberle
 
Kooperationspartner: Michael Hagner und Philip Ursprung, ETH Zürich
 
Projektleitung: Monika Kurath
 
Doktorand: Bernhard Böhm
 
Projektdauer: 2015–2019
 

Finanzierung: ETH Zürich

 

Re-thinking Zones: A Comparative Study of Urban Planning Cultures

Dieses Projekt untersucht Planungskulturen in Vancouver (Kanada) und Zürich (Schweiz) mit einem spezifischen Fokus auf Zonierung. Zonierung wird dabei als spezifische Konstellation von Themen, Akteuren, Arenen und Praktiken aufgefasst, mittels welcher Planung bestimmt wird. Ziel des Projektes ist es, neue Perspektiven auf die Planung zu eröffnen und mögliche Konsequenzen aufzuzeigen.

Projektleitung: Monika Kurath in Kooperation mit Jean Ruegg, Universität Lausanne

Doktoranden: Marko Marskamp (UniL), Julio Da Cruz Paulos

Projektdauer: 2013–2016

Finanzierung: Schweizerischer Nationalfonds

 

Publikationen (aktuelle)

Kurath, Monika; Marko Marskamp, Julio Paulos & Jean Ruegg (eds.) Rethinking Planning: Tracing Artefacts, Agency and Practices. London, Palgrave Macmillan (im Erscheinen).
 
Kurath, Monika (2015) Architecture as a Science: Boundary Work and the Demarcation of Design Knowledge from Research. Science and Technology Studies 28(3): 81-100.
 
Gisler, Priska & Monika Kurath (2015) Architecture, design et arts visuels: les transformations des disciplines après la Réforme de Bologne. Dans Adriana Gorga et Jean-Philippe Leresche: Disciplines académiques en transformation: entre innovation et résistance. Paris, Editions des Archives Contemporaines: 165-179.